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Beiträge

Angst vor der Stille

Stille klingt zunächst einfach: kein Lärm, keine Ablenkung, kein Druck. Und doch kann sie sich im ersten Moment ungewohnt, leer oder sogar bedrohlich anfühlen. Genau darum geht es in der Podcast-Folge „Angst vor der Stille“ von Männergespräche: um die Frage, was passiert, wenn wir nicht mehr nur funktionieren, denken und reagieren – sondern beginnen, uns wirklich wahrzunehmen.
Ich durfte im Podcast die Achtsamkeit als Zugang zu Selbsterkenntnis beschreiben. Im Gespräch wird deutlich: Wer still wird, begegnet nicht nur Ruhe, sondern auch den eigenen Gedanken, Mustern und inneren Identifikationen. Genau darin liegt die Chance. Denn erst wenn wir bemerken, was in uns abläuft, können wir bewusster entscheiden, wie wir damit umgehen.
Besonders spannend ist der körperliche Zugang. Statt Stress ausschließlich „wegzudenken“, lädt die Folge dazu ein, den Körper als Ressource zu nutzen. Kleine achtsame Übungen können helfen, aus dem dauernden Kreisen im Kopf auszusteigen und wieder mehr Gelassenheit, Präsenz und Verbindung zu sich selbst zu finden.
Die Folge erinnert daran, dass Stille kein Rückzug aus dem Leben sein muss. Sie kann ein Raum sein, in dem wir klarer hören, was wirklich in uns spricht. Für Männer, die gewohnt sind, stark zu wirken, weiterzumachen oder Antworten parat zu haben, kann genau dieser Raum besonders wertvoll sein.

Fazit:
Stille ist nicht das Problem. Oft ist sie der Anfang einer ehrlicheren Begegnung mit uns selbst.  



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Achtsamkeit statt Autopilot: Kleine Schritte gegen Stress

Stress begegnet uns im Alltag ständig – oft, ohne dass wir es bewusst bemerken. Achtsamkeit kann helfen, diese automatischen Stressreaktionen zu unterbrechen, indem wir bewusst und ohne Bewertung wahrnehmen, was im Moment geschieht. Sie versucht nicht, Probleme zu lösen oder wegzumachen, sondern verändert unsere Haltung: mehr Offenheit, mehr Freundlichkeit uns selbst gegenüber und ein bewussterer Umgang mit dem, was gerade ist.Regelmäßige Achtsamkeitspraxis, zum Beispiel in strukturierten Kursformaten, eröffnet neue Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit Belastungen. Sie stärkt die Fähigkeit, innezuhalten, bevor wir automatisch reagieren, und unterstützt uns dabei, unseren Stress bewusster zu regulieren.Gerade in einer digitalen Welt, die uns mit Informationen überflutet, kann Achtsamkeit wie ein innerer Kompass wirken. Sie hilft zu erkennen, was uns Energie gibt und was uns erschöpft. Kleine Schritte reichen bereits aus: drei bewusste Atemzüge, eine kurze Körperwahrnehmung oder Smartphone-freie Momente im Alltag.Auch Menschen mit hoher Sensibilität profitieren davon, denn achtsames Wahrnehmen stärkt die Fähigkeit, Reize und Emotionen besser zu regulieren. Wenn wir lernen, die Signale unseres Körpers früher wahrzunehmen, entstehen neue Wahlmöglichkeiten – anstelle von automatischen Mustern wie Rückzug oder Überforderung.Achtsamkeit braucht keine Perfektion. Schon ein einziger bewusster Atemzug kann ein Anfang sein – kleine Schritte, große Wirkung.



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Achtsam essen

Tagtäglich essen wir meist mehrmals. Man sollte meinen, dass wir Menschen genau wissen, was uns guttut und was nicht. Und doch oder vielleicht gerade deswegen bereitet uns diese Alltagshandlung so viel Kopfzerbrechen und ist immer wieder Diskussionsplattform. Oft hört man was „gesund“ und „ungesund“ ist, welche Lebensmittel richtig und welche falsch sind oder welche Diät aktuell die beste ist, um nachhaltig möglichst schnell viel abzunehmen. Dass wir durch dieses vermeintliche Wissen im Kopf den Bezug zu unserem Körpergefühl verlieren, bemerken wir oft erst, wenn wir dann ernsthaft ein Gewichts- oder Essensthema haben. Wir folgen Ratschlägen von Aussen, was schlanker, gesünder oder schöner macht und ignorieren dabei unsere Körpersignale. Dabei wäre das ganze Expertenwissen in uns gespeichert. 

Um die Verbindung zu unseren Körperwahrnehmungen wieder zu stärken, haben wir unter anderem die Achtsamkeit. Sie hilft uns zurück ins Hier und Jetzt zu kommen – nicht von schlanken, schöneren Zeiten zu träumen, sondern sich bewusst zu werden, was jetzt in diesem Moment gerade ist - ohne Wertung, ohne Urteil. Sie unterstützt, dass wir alle Sinne miteinbeziehen können – Farbe, Konsistenz, Gerüche, Aromen oder auch Geräusche. Die Achtsamkeit hilft uns wahrzunehmen, wo unser Geist während dem essen ist, unser Hunger- und Sättigungsgefühl wahrzunehmen oder ihn von emotionalem Hunger zu unterscheiden. So setzen wir uns mit dem Thema Ernährung persönlich auseinander und zu lernen, unser eigenes Expertenwissen zu unserem Körpergefühl, unseren Körperempfindungen zu erspüren und in ein selbstbestimmtes Essverhalten zurückzufinden. Denn wir selbst wissen, wie sich Hunger für uns anfühlt, auf was wir Lust haben und was unserem Körper guttut. Niemand kennt unseren Körper so gut wie wir. 

Gerne begleiten wird dich an unserem Tag es Achtsam Essens ein Stück zu einem achtsameren Umgang mit deinem Essverhalten. Immer getreu dem Motto von Rumi 

Jenseits von Richtig und Falsch liegt ein Ort, dort treffen wir uns.
[Rumi]  

Kursleitung: ​Antonia Bayard-Schwery, in Coleitung mit Gabriela von Arx 


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